„Herr Teufel Faust“ / Schauspiel

Ein Soloabend mit Dominique Horwitz am 04.03.2026, 20:00 bis 22:00 Uhr (Einlass ab 19:00 Uhr). Wenn Dominique Horwitz sich eines Klassikers wie Goethes "Faust" annimmt und dazu Regisseur Torsten Fischer ins Boot holt, dann ist klar, dass auf die Zuschauer:innen ein außergewöhnlicher Abend wartet.

 

Herr Teufel Faust / Schauspiel nach Johann Wolfgang von Goethe Faust I

Ein Soloabend mit Dominique Horwitz: Dominique Horwitz erhielt den Sonderpreis des INTHEGA-Vorstands 2023 für herausragende und langjährige Leistungen für das deutschsprachige Gastspieltheater.

1. INTHEGA-Preis „Die Neuberin“ 2025.

Bearbeitung: Torsten Fischer

Regie: Torsten Fischer

Ausstattung: Herbert Schäfer, Vasilis Triantafillopoulos

Produktion: EURO-STUDIO Landgraf

 

Zum Inhalt:

Die sagenumwobene Lebensgeschichte des Dr. Johann Faust. In jedem Jahrhundert, in dem der Stoff auf literarischem, darstellerischem, musikalischem und filmischen Wege interpretiert wurde, behielt er seine unbrechbare Aktualität.
Die ständige Getriebenheit der modernen Welt, die Beschleunigung, der Zwang der ständigen Selbstoptimierung, mehr Achtsamkeit, mehr Klimaschutz, die Kirche in einer tiefen Krise. Die Figur des Faust wäre im 21. Jahrhundert ebenso unglücklich wie zu seiner eigenen Zeit – eine Kritik an der „Nichtentwicklung“ der Gesellschaft?

 

Torsten Fischer über FAUST:

Dem Gelehrten Heinrich Faust erscheint „das verfluchte Hier und Jetzt“ wertlos. Getrieben von einem unstillbaren Verlangen, möchte er die Grenzen von Lehre und Wissenschaft, ja seines eigenen Ichs und der Welt erweitern, Fantasie und Realität überwinden, Zeit außer Kraft setzen, Geist und Körper in einen Rausch versetzen. Er geht mit dem Teufel eine Wette ein („Werd ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch!  Du bist so schön! Dann magst du mich in Fesseln schlagen, dann will ich gern zugrunde gehn!“).  Getrieben von Wissensdurst, Vergnügungssucht und unstillbarem Verlangen stürzt er sich in einen teuflischen Hexenritt, eine Reise in menschliche Abgründe. Schneller, weiter, größer, mehr. Am Ende der Reise in die „kleine Welt“ (Faust 1) sind Fausts minderjährige Geliebte Gretchen und ihr Kind tot, und die Weltformel ist nicht gefunden.

Ruhelos ist der getriebene Faust auch in der Großen Welt unterwegs. Am Ende will er nichts Geringeres, als die Menschheit domestizieren, Land gewinnen und das Meer bezwingen. Hier geht es ums Ganze: Macht und Besitz, Tradition und Vision, Technologie und Natur, Zerstörung und Erneuerung. Um Revolution, Industrialisierung und Kolonisierung, Unterwerfung von Mensch und Landschaft. „Da wagt mein Geist sich selbst zu überfliegen. Hier möcht‘ ich kämpfen, dies möcht‘ ich besiegen.“ Wir reisen in die unendlichen Weiten des Goethe’schen Universums. Von der Natur zur Kultur, von der griechischen Mythologie (es erscheint uns die schöne Helena) in das Mittelalter bis zur Erschaffung eines Menschen im Reagenzglas (Homunculus). Diese Reise geht bis hinein ins Anthropozän, ein neues geologisches Zeitalter, in dem die Menschheit den dominanten geo-physikalischen Einfluss auf das Erdsystem und damit der Mensch die Verantwortung für die Zukunft des Planeten hat, womit wir in unserer Zeit angekommen sind.

Die Welt ist ein unergründlich kosmisches Schauspiel, in dem der Augenblick vergeht und wieder Neues entsteht. Fausts Erlösung ist in der Natur dieser Schöpfung begründet, seine Seele befreit. „Stirb und Werde.“  Und wie im Prolog im Himmel kann jetzt wieder die Sonne aufgehen.

»Energiegeladenes Spiel von Dominique Horwitz: Regisseur Torsten Fischer hat [Dominique Horwitz] mit „Herr Teufel Faust“ eine Version von Goethes Faust I auf den Leib geschrieben. (…) Dominique Horwitz zeigt über die gut eineinhalb Stunden ein energiegeladenes Spiel mit vielen Facetten. Dafür belohnt ihn das Publikum mit zahlreichen Bravorufen.«
MINDEN Ursula Koch, Mindener Tageblatt, 14.9.2024

 

TICKETS

Tickets erhalten Sie ab dem 02.01.2026 direkt online hier: www.stadt-frechen.de/tickets

Darüber hinaus können Sie die Tickets an den u. a. Vorverkaufsstellen erwerben!

Termin: 04.03.2026, 20:00 - 22:00 Uhr

Veranstaltungsort: Stadtsaal Frechen

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Stadt Frechen.