Das Schaufenster der Woche – Hospizarbeit mitten im Leben: Zu Besuch beim Hospiz in Frechen e.V.

Stellen Sie sich bitte kurz vor.

Mein Name ist Maike Mannuß, und ich bin Koordinatorin beim Hospiz in Frechen e.V. Den ambulanten Hospizdienst gibt es bereits seit 1993 – in diesem Jahr feiern wir damit unser 33-jähriges Bestehen. Seit 2007 sind wir am Johann-Schmitz-Platz 2. Ich selbst bin seit 2022 für den Hospizverein tätig und begleite gemeinsam mit unserem Team die vielfältigen Aufgaben des Vereins.

Was ist das Besondere an Ihrem Verein und Ihrem Angebot?

Als ambulanter Hospizverein begleiten wir schwerkranke und sterbende Menschen am Lebensende. Unsere Begleitungen finden dort statt, wo die Menschen leben und versorgt werden: zu Hause, im Krankenhaus oder in Pflegeeinrichtungen. Im Mittelpunkt stehen dabei die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Betroffenen sowie die persönliche Zuwendung. Knapp 50 Ehrenamtliche unterstützen die Arbeit.

Darüber hinaus bietet der ambulante Hospizdienst „Hospiz in Frechen e.V.“ eine kostenfreie und ehrenamtliche Unterstützung rund um die Themen der Vorsorge an. Das Angebot dient der gemeinsamen Durchsicht Ihrer Dokumente und kann Hinweise zum Ausfüllen geben, die Sie unter anderem auch im beiliegenden Begleitheft finden (Diese Unterstützung ist keine rechtliche Beratung.).

Erzählen Sie bitte ein bisschen über Ihr Schaufenster. Welche Idee steckt hinter der aktuellen Schaufenstergestaltung?

Unser Schaufenster gestalten wir bewusst freundlich, einladend und farbenfroh. Damit möchten wir zeigen, dass Hospizarbeit kein verstaubtes Thema ist und nicht am Rand der Gesellschaft stattfindet. Sterben, Tod und Trauer gehören zum Leben – und genau das soll sich auch in der hellen und offenen Gestaltung widerspiegeln.

Gleichzeitig bietet das Schaufenster die Möglichkeit, sich in Ruhe über unsere Arbeit zu informieren und erste Einblicke in die Hospizarbeit zu erhalten. Wir möchten Neugier wecken, Berührungsängste abbauen und deutlich machen, dass Fragen jederzeit willkommen sind. Deshalb versuchen wir auch, unsere Tür so oft wie möglich offen zu halten, und freuen uns über alle, die hereinkommen und mit uns ins Gespräch kommen möchten.

Wie lange gibt es Ihren Verein bereits in der Frechener Innenstadt, und was macht den Standort für Sie attraktiv?

Der Hospizdienst ist seit 1993 in Frechen aktiv. Unsere Räume liegen direkt gegenüber vom Rathaus und damit an einem zentralen Ort in der Innenstadt. Unser Standort bringt damit genau das zum Ausdruck, was uns wichtig ist: Mit der Hospizarbeit möchten wir mitten im Leben und mitten in der Stadt präsent sein. Viele Frechenerinnen und Frechener kommen auf ihren alltäglichen Wegen bei uns vorbei und kennen den Hospizverein als Institution. Gleichzeitig merken wir, dass häufig noch nicht genau bekannt ist, wie vielfältig unsere Arbeit tatsächlich ist. Umso wichtiger ist für uns die Möglichkeit, sichtbar zu sein und über unsere Angebote zu informieren.

Was möchten Sie den Besucherinnen und Besuchern der Innenstadt mitgeben?

Kommen Sie gerne herein, seien Sie neugierig und stellen Sie uns Ihre Fragen zur Hospizarbeit. Wir freuen uns außerdem über Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren und etwas von ihrer Zeit schenken möchten. Bei uns wird viel gelacht, und das Gemeinschaftsgefühl ist groß. Auch wenn es um Sterben, Tod und Trauer geht, darf und soll das Hospiz ein Ort des Lebens sein.

 

Das Schaufenster der Woche

Seit Mitte April wird jeden Donnerstag ein neues, besonders gestaltetes Schaufenster - "das Schaufenster der Woche" - eines Frechener Betriebs vorgestellt.

Mit der Aktion soll den teilnehmenden Unternehmen zusätzliche mediale Aufmerksamkeit verschafft und die Vielfalt des örtlichen Handels sichtbar gemacht werden. Jede Woche rückt ein anderer Betrieb in den Mittelpunkt.

Damit die Aktion auch langfristig sichtbar bleibt, finden Sie alle bereits vorgestellten Betriebe in der Fotogalerie auf unserer Internetseite. So entsteht nach und nach ein lebendiger Überblick über die teilnehmenden Geschäfte und die Vielfalt des Frechener Einzelhandels.

Fotos: FamilyBeach | Gesellschaft für Markt und Absatzforschung mbH